Wieviel Schlaf braucht mein Kind?

 

Ausgeschlafene Kinder fühlen sich wohl und sind fit für die Abenteuer des Tages, das weiß jeder. Aber wieviel Schlaf braucht eigentlich ein Kind, damit es ausgeschlafen ist? Wann soll es abends ins Bett gehen? Und wann morgens aufstehen?

Kleine Kinder brauchen mehr Schlaf

Ganz grob lässt sich sagen: Je älter dein Kind ist, desto weniger Schlaf benötigt es. Ein zweijähriges Kind benötigt im Durchschnitt ca. 13 Stunden Schlaf inkl. Mittagsschlaf, während ein Kindergartenkind mit 5 Jahren nur noch durchschnittlich 11,5 Stunden benötigt. Ihr als Eltern kommt im Durchschnitt mit 7-9 Stunden aus. Über 65-jährige brauchen nur noch 5-6 Stunden Schlaf.

Jedes Kind ist anders

Doch hier kommt das große ABER: Das sind alles nur Durchschnittswerte. Jedes Kind ist anders und genauso individuell wie das Kind ist sein Schlafbedarf. Schwankungen von 1-3 Stunden sind völlig normal. Bei Babys beobachten wir sogar noch größere Schwankungen. Wichtig ist: Solange dein Kind sich wohl fühlt, morgens gut aus dem Bett kommt und abends nicht völlig übermüdet ist, ist wahrscheinlich alles gut so, wie es ist.

Ändern musst du nur etwas, wenn irgend etwas nicht stimmt. Fühlt sich dein Kind oft schlapp? Ist es oft gereizt? Kommt es morgens einfach nicht aus dem Bett? Oder kann es abends schlecht einschlafen? Dann solltest du zuerst einmal schauen, welcher Schlaftyp dein Kind ist: Frühaufsteher, Langschläfer oder eine Mischform?

Die Gene bestimmen den Schlaftyp

Wieviel Schlaf ein Mensch tatsächlich benötigt und wann er am besten aufsteht oder ins Bett geht, steckt nämlich zum Teil in seinen Genen. Seine ganz individuelle innere Uhr bestimmt, ob er eher Frühaufsteher, Langschläfer oder eine Mischform ist.

Wenn euer Kind also morgens nicht aus den Federn kommt, bedeutet das nicht unbedingt, dass es zu wenig schläft. Vielleicht schläft es einfach zur falschen Zeit. Bessert sich die Müdigkeit, wenn ihr euer Kind später ins Bett schickt und dafür morgens länger schlafen lasst – falls das für euch möglich ist, dann ist es wahrscheinlich eine „Eule“.

Hör auf dein Bauchgefühl

Entscheidend ist nicht, wie viel dein Kind schläft oder wann es ins Bett geht, sondern dass es ihm gut geht. Wenn die Schlafmenge dafür reicht, dann ist sie wahrscheinlich ok, auch wenn sie nicht dem Durchschnittswert entspricht.

Jedes Kind ist anders und hat seinen individuellen Schlaftyp. Reduziert euer Kind nicht auf eine Zahl. Vertraut ein wenig eurem Gespür, beobachtet euer Kind und berücksichtigt seinen Schlaftyp. Dann seid ihr oft schon auf dem besten Weg zu gutem, gesunden Schlaf.