Einschlafen in anderen Ländern

Liebe Schlafmützen-Freunde,

wir finden, dass Schlafen eine ganz traumhafte Sache ist. Wären da nicht die ein oder anderen Herausforderungen für Eltern, wenn es um das Zubettgehen der Kleinen geht. Denn manche Kinder wollen sich partout nicht in das Land der Träume verabschieden. Und diese Kinder gibt es nicht nur hierzulande. Wisst ihr, wie Eltern in anderen Ländern ihre Babys ins Bett bringen?

Sanftes Wiegen: Einschlafen wie auf dem Meer

Das „Wiegen“ ist beispielsweise sehr verbreitet, nur fällt dieses in seiner Art unterschiedlich aus. In unseren Breitengraden werden die Kleinen oft in den Armen der Eltern oder in einer Wiege in den Schlaf gewiegt, und die Eltern singen oder summen dabei. Fischer, die auf einer Insel im Chinesischen Meer leben, imitieren mit Hilfe einer Vorrichtung aus Stöcken das Schaukeln der Boote auf dem Meer. In Indien, berichtet eine Mutter, werden Kinder getragen und dabei geschaukelt und gewippt. Einschlafen tun sie aber dort, wo die Eltern gerade sind. Egal, ob es eine Hochzeit oder ein Volksfest ist. Das Praktische dort ist, dass die Familien groß sind und immer jemand aus der Verwandtschaft da ist und beim Tragen behilflich sein kann. Das sieht bei uns schon anders aus.

Manche behelfen sich da auf kreative Weise: So soll es ja auch Eltern geben, die keinen anderen Ausweg kennen, als ihr Baby nachts im Auto hin und her zu fahren. Das leichte Schaukeln während der Fahrt und das beruhigende Brummen des Motors scheinen die Kinder zu beruhigen, bis sie einschlafen. Andere nutzen elektrisch betriebene Schlafwiegen. Unsere Schlafmütze Prof. Nokter studiert die verschiedenen Einschlafrituale und möchte gern von euch wissen, ob jemand diese Wiegen nutzt und ob sie für euch gut funktionieren.

Begleiter beim Einschlafen: Kuscheltier oder Schnuffeltuch

Sogar das Kuscheltier unterliegt kulturellen Unterschieden: Wenn in Deutschland der Teddy fehlt, ist das Geschrei oft groß und die ersehnte Schlafenszeit in weiter Ferne. Im Süden Indiens finden Kinder ohne Teddys in den Schlaf. Statt des Kuscheltieres liegen dort – wie auch in Japan und Taiwan – zum Einschlafen die Eltern mit im Bett. Eine Mutter aus Finnland dagegen berichtet, dass die Kinder häufig ein Schnuffeltuch oder Kuscheltier mit ins Bett nehmen. Außerdem werden sie nicht herumgetragen, sondern zu einer festgelegten Zeit in ihr Bettchen gelegt. Die Umgebung muss ruhig und abgedunkelt sein. Eher laut singt dagegen eine Mutter von der Elfenbeinküste ihr Kind in den Schlaf.

All das sind Beispiele. So unterschiedlich, wie das Zubettgehen in Deutschland gehandhabt wird, so unterschiedlich sind auch in anderen Ländern verschiedene Meinungen und Traditionen. Wir hoffen, dass ihr ein schönes Einschlafritual gefunden habt, das zu euch und eurem Kind passt.

In diesem Sinne wünschen wir euch eine gute Nacht. Viele Grüße – auch von Prof. Nokter.